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Progroup auf den

Spuren des Papiers

Ein Weg für Güter und Wissen
Die Seidenstraße zwischen Mittelmeer und Ostasien war die größte Handelsroute des Altertums und des Mittelalters. Nicht nur Güter, auch Ideen und Know-how fanden auf diesem Weg zu uns. Aber es war ein gefährlicher Weg. Hunger, Durst, Krankheiten, Überfälle – nicht immer brachten die Karawanen Ihre Güter sicher ans Ziel.

Prägend für Europa
Doch ohne die Händler, die rund anderthalb Jahrtausende über die Seidenstraße gen Westen zogen, sähe unser modernes Europa anders aus. Denn das Papier und die Kunst des Buchdrucks sind nur zwei Erfindungen, die über die gefahrvollen Wege nach Europa gelangten. Wann das erste Papier in Europa ankam, ist allerdings nicht zu belegen.

Eine halbe Weltreise
Der Transportweg begann meistens im chinesischen XI’an, der früheren Kaiserstadt Chang’aan. Er führte über die heutigen Länder China, Kirgisistan, Tadschikistan, Usbekistan, den Irak und Syrien nach Europa. Die Seidenstraße war ein Geflecht von Handelsrouten, ein kommerzielles Wegenetz. Eine halbe Erdumrundung, über Monate, manchmal über Jahre waren die Frachten unterwegs.

Der Weg des Papiers
Irgendwann fand auch der erste Stapel Papier Platz auf einem der Kamele. In der Folge entwickelten sich Papierproduktionen auch außerhalb Chinas. In Samarkand etwa, wo im 8. Jahrhundert ein nach Rosenwasser duftendes Papier herstellt wurde. Und mit dem Papier kamen auch die Anfänge der Drucktechnik zu uns.

Gemeinsam fahren wir diese Wege in entgegengesetzter Richtung, von Europa bis nach China. Drei Etappen in drei Jahren haben wir vorgesehen, auf denen wir die Geschichte und die Wege des Papiers noch einmal nachzeichnen und lebendig werden lassen.